Es dauert etwas länger mit der U1

Keine guten Nachrichten für die U1-Fahrgäste, die den nordwestlichen Ast zwischen den Haltestellen Ohlsdorf und Kellinghusenstraße nutzen. Die Sperrung im Rahmen des U1-Großprojektes, die seit Mitte Juni läuft, muss um eine Woche verlängert werden. Der Regelbetrieb auf dem Streckenabschnitt startet wieder am 15. September, Betriebsbeginn, und nicht wie ursprünglich geplant am 8. September.

Der Schienenersatzverkehr mit Bussen wird während dieser Woche fortgeführt. Gleichzeitig empfiehlt die Hochbahn den Fahrgästen weiterhin vorrangig die Nutzung der S1/S11 Richtung Barmbek und Innenstadt. Der Grund für die Sperrungsverlängerung liegt im Untergrund: Bei den Sanierungsarbeiten an der Haltestelle Alsterdorf wurden an den Betonwänden der Schalterhalle sechs Meter unterhalb des Gleisbereichs unerwartet Schäden festgestellt.

Diese müssen zunächst beseitigt werden, da es sich um eine tragende Wand handelt. Weil das Bauprojekt äußerst eng getaktet und im Sinne der Fahrgäste ohne zeitlichen Puffer geplant ist, verschieben sich die Arbeiten um eine Woche nach hinten. Die ohnehin geplante 14-tägige Durchfahrt ohne Halt durch die Haltestelle Alsterdorf im Anschluss dauert deshalb bis zum 29. September. Bis dahin wird diese Haltestelle weiterhin mit Bussen angefahren.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme „U1 Alsterdorf und Winterhude“ werden die Haltestellen Alsterdorf und Hudtwalckerstraße barrierefrei ausgebaut sowie umfassende Bau- und Sanierungsmaßnahmen entlang der Strecke durchgeführt. Außerdem wurde die 108 Jahre alte Brücke der U1 über die Carl-Cohn-Straße bereits erfolgreich durch einen Neubau ersetzt.

Mit Fertigstellung der Arbeiten wird der U1-Abschnitt nicht nur uneingeschränkt barrierefrei zugänglich sein, sondern bietet auch weiterhin einen leistungsfähigen, zuverlässigen und sicheren Betrieb für die nächsten Jahrzehnte. Für das Gesamtprojekt werden insgesamt rund 42 Millionen Euro investiert.

U-Bahn Hamburg
Unerwartete Schäden im Untergrund an tragender Wand / © pixabay.com – mermyhh

Einzelmaßnahmen aus dem Ferienfahrplan werden verlängert

Die Verlängerung des personalintensiven Ersatzverkehrs stellt die Hochbahn angesichts der aktuell hohen Krankenquote (Stichwort Corona) vor eine zusätzliche Herausforderung. Hinzu kommen Leistungen, die die Hochbahn aktuell im Schienenersatzverkehr für die S-Bahn (Stichwort Elbbrücken) erbringt.

Um trotz dieser Mehrleistungen einen weiterhin stabilen und verlässlichen Fahrplan anbieten zu können, werden einzelne Maßnahmen des zu Donnerstag auslaufenden Ferienfahrplans bis zum 14. September verlängert. Auf der MetroBus-Linie 4 kommt zwischen Langenfelder Damm und U Schlump der 5-Minuten-Takt zurück. Auf dem weiteren Streckenverlauf bleibt der 10-Minuten-Takt.

Zusammen mit der MetroBus-Linie 5 fährt auf dem Streckenabschnitt Bezirksamt Eimsbüttel bis Innenstadt weiter im Schnitt  alle 2,5 Minuten ein Bus. Auf der MetroBus-Linie 6 gilt gemeinsam mit der MetroBus-Linie 17 der 5-Minuten-Takt. Die MetroBus-Linie 27 geht von einem 5-Minuten- auf einen 10-Minuten-Takt.

Geringfügige Anpassungen betreffen die Buslinien 179 (20-Minuten-Takt) und 142 (acht statt 12 Busse pro Stunde). Ebenfalls verlängert wird die Maßnahme auf der X35: dort gilt zwischen dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Innenstadt weiterhin ein 20-Minuten-Takt.

Auf dem  Streckenabschnitt von der Innenstadt bis Rahlstedt fahren die Busse alle 10 Minuten. Die Einzelmaßnahmen betreffen rund 1,5 Prozent der Angebotsleistung im Busbereich der Hochbahn. Das bedeutet, dass mehr als 98 Prozent der Busfahrten weiter wie geplant stattfinden. Im U-Bahn-Bereich sind keine Einschränkungen zu erwarten.

Quelle / Fotos: hochbahn.de / © pixabay.com

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