Meetings, Mails oder Tasse spülen: Welche Büroaufgaben mag keiner?

Seit Dezember 2023 sind Google-Suchanfragen für “Boreout” um mehr als 50% gestiegen.1 Immer mehr Menschen machen sich also Sorgen, dass ihr Job sie nicht genug fordert und damit ihre psychische Gesundheit gefährdet. Vor diesem Hintergrund haben Experten von Lebenslaufapp.at versucht, die Aufgaben zu finden, die bei Arbeitnehmern am unbeliebtesten sind.

Dazu befragten sie 3.000 Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, um die unbeliebtesten Arbeitsaufgaben jeder Branche herauszufinden. Die Umfrage von Lebenslaufapp ergab, dass die Aufgabe, die Arbeitnehmer am lästigsten finden, nichts anderes ist als telefonieren. Erstaunlicherweise hat ein Viertel der Befragten aus den unterschiedlichsten Branchen diese Tätigkeit als ihre unbeliebteste Aufgabe bezeichnet.

Bemerkenswert ist, dass der Umweltsektor diese Tätigkeit am häufigsten als ihre unbeliebteste wählte: 27,57 % der Befragten in der Branche gaben Telefonieren an, dicht gefolgt von der Fertigungsindustrie (27,24 %). Interessanterweise sticht der öffentliche Dienst mit dem niedrigsten Prozentsatz an Mitarbeitern als einer der Ausreißer hervor, was die Ablehnung gegenüber dem Telefonieren anging.

Überraschenderweise erwiesen sich Meetings als die Hauptquelle der Unzufriedenheit in dieser Branche. Die Abneigung gegenüber Meetings war auch in anderen Branchen hoch, wobei immerhin jeder vierte Befragte seinen Unmut über diese zeitaufwändigen Zusammenkünfte zum Ausdruck brachte.

Nerviger Bürokollege
Es gibt Vieles, was im Büroalltag nervt / © pixabay.com – vocablitz

Verschwendete Zeit

Die finanzielle Belastung dieser kollektiven Unzufriedenheit wird durch eine Umfrage aus dem Jahr 2022 in den Vereinigten Staaten deutlich, die schätzt, dass verschwendete Zeit in Meetings jährlich bis zu 25.000 US-Dollar pro Mitarbeiter kostet. Interessanterweise war die Abneigung gegen diese Tätigkeit im Gastgewerbe am stärksten: 25,77 % der Belegschaft mochten Meetings am wenigsten an ihrem Job.

Obwohl E-Mails in den meisten Jobs essentielle Kommunikation darstellen, belegen sie den dritten Platz auf der Liste der unbeliebtesten Aufgaben. Überraschenderweise liegt das Bauwesen an der Spitze der E-Mail-Aversion: Mehr als jeder fünfte Befragte bezeichnet E-Mail-Korrespondenz als das Schlimmste an seinem Berufsleben. Das Gesundheitswesen (21,78 %) und der öffentliche Dienst (20,17 %) folgen dicht dahinter, was die gemeinsame Missachtung der verwaltungstechnischen Aspekte ihrer jeweiligen Berufe unterstreicht.

Amanda Augustine, Karriereexpertin bei Lebenslaufapp.at, gibt Tipps, wie Sie die alltäglichen Arbeitsaufgaben in Ihrer Rolle erträglicher gestalten können: „Der Schlüssel zur Zufriedenheit mit scheinbar alltäglichen Arbeitsaufgaben liegt in einer Haltung die durch zielgerichtetes Engagement Zufriedenheit gewinnt.“

„Betrachten Sie Routineaufgaben nicht als bloße Verpflichtungen, sondern als wesentliche Bausteine, die zum Gesamtbild Ihrer beruflichen Laufbahn beitragen. Finden Sie Freude an der Beherrschung Ihres Handwerks und schätzen Sie die komplizierten Details, die oft unbemerkt bleiben. Gehen Sie jede Aufgabe neugierig an und suchen Sie nach Wachstums- und Lernmöglichkeiten.“

„Denken Sie daran, dass es nicht immer darum geht, den Job zu wechseln. Manchmal geht es darum, Ihre Wahrnehmung und Herangehensweise an die weniger wünschenswerten Arbeitsaufgaben zu ändern. Indem Sie Zielstrebigkeit, Neugier und kontinuierliche Verbesserung in Ihren Alltag integrieren, können Sie alltägliche Aufgaben in bedeutungsvolle Meilensteine auf Ihrem Weg zur beruflichen Erfüllung verwandeln.“
[1] – ahrefs.com

Quelle / Fotos: Lebenslaufapp.at / © pixabay.com

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