Reduzierung der Kunststoffmenge: Erstes Konsumgüterunternehmen verpflichtet sich selbst

700.000 Tonnen Kunststoff – so viel verwendet Unilever jährlich für die Verpackung seiner Produkte weltweit. Das Konsumgüterunternehmen hat sich nun ein ambitioniertes Ziel gesetzt, um die Plastikflut zu bekämpfen: Bis 2025 sollen die verwendete Menge an Neuplastik halbiert und somit 350.000 Tonnen weniger Neuplastik für Verpackungen eingesetzt werden. Insgesamt 100.000 Tonnen Reduktion sollen durch die absolute Einsparung von Neuplastik erzielt werden.

Erreicht werden soll dies durch die Einführung von wiederbefüllbaren oder wiederverwertbaren Verpackungen bzw. Produkten, die ganz ohne (Kunststoff-)Verpackungen auskommen. Die verbleibenden Einsparungen sollen durch die Verwendung von Post-Consumer-Rezyklat (PCR) erzielt werden – also recyceltes Plastik aus Kunststoffabfällen, die bei Endverbraucherinnen und Endverbrauchern zuhause und in Büros anfallen (1).

Unilever will 100.000 Tonnen Neuplastik bei Verpackungen einsparen
Unilever geht voran

Peter Dekkers, Executive Vice President von Unilever in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) ist überzeugt von den neuen Zielen: „Als Hersteller von Konsumgütern sind wir in der Verantwortung, den Verpackungsmüll zu reduzieren, der mit der Verwendung unserer Produkte anfällt.

Unilever ist das erste globale Konsumgüterunternehmen, das sich zu einer absoluten Reduzierung der Kunststoffmenge für die Verpackungen seiner Produkte verpflichtet. Wir werden alles daran setzen, mit unseren Fortschritten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesem ambitionierten Ziel beizutragen.“

Besseres, weniger oder kein Plastik

Bereits jetzt gestaltet Unilever Verpackungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz so, dass von vornherein weniger oder kein Plastik eingesetzt wird oder Verpackungen wiederverwendet werden können:

– Schon im Jahr 2014 startete Unilever mit einer neu entwickelten
Verpackungstechnik für Dove Duschgels. Die MuCell-Technologie
spritzt Gasblasen in die mittlere Schicht der Flaschenwand – das
reduziert die Dichte der Flasche und die erforderliche Menge
Kunststoff um 15 Prozent.
– Weniger Plastik wird durch den Einsatz von Nachfüllsystemen
erreicht, wie zum Beispiel beim Haushaltsreiniger der Marke Viss
bzw. Cif.
– Kein Plastik sondern Glas verwendet Unilever beispielsweise für
die Verpackung der neuen Knorr Nasssuppen. Und Solero „naked“
ist das erste Eis-Multipack, das ohne weitere Einzelverpackungen
aus Plastik auskommt. Momentan wird diese neuartige Verpackung
gemeinsam mit REWE getestet.

Recycelter Kunststoff (PCR) wird bei Unilever bereits für eine Vielzahl an Produkten in der DACH-Region verwendet.

– Aktuell bestehen die Flaschen der Dove Shampoos und Spülungen
bereits zu 50 Prozent aus PCR, es folgen die Pflegeduschen und
Bodylotions mit ebenfalls mindestens 50 Prozent PCR-Anteil in
der Verpackung.
– Die Verpackungen des Comfort Intense Weichspülers kommen sogar
auf einen PCR-Anteil von 100 Prozent.
– Im Mai 2019 ist mit Seventh Generation die erste Unilever-Marke
in Deutschland und Österreich gestartet, deren
Produktverpackungen bis zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff
bestehen.
– Als erste Lebensmittelmarke weltweit setzt Magnum recyceltes
Polypropylen in ihren Becherverpackungen ein. Seit 2019 ist die
Verpackungslösung bereits in einigen europäischen Ländern im
Einsatz und ab 2020 auch in Deutschland.

Kreisläufe schließen Das heute veröffentlichte Ziel untermauert zusammen mit den bestehenden Zielen aus 2017 die konsequente Unterstützung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffverpackungen:

– Plastik reduzieren: Unilever wird 100.000 Tonnen Neuplastik
einsparen.
– Verpackungen so gestalten, dass sie wiederverwendet und recycelt
werden können: 100 Prozent der Kunststoffverpackungen von
Unilever werden bis 2025 wiederverwendbar, recyclingfähig oder
kompostierbar sein.
– Recyceltes Plastik einsetzen: Unilever wird bis 2025 mindestens
25 Prozent bzw. 250.000 Tonnen PCR einsetzen.

Unilever appelliert an die gesamte Konsumgüterindustrie, sich ebenfalls ambitionierte Reduktionsziele zu setzen, um gemeinsam die Umstellung zu einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.

(1) Für Unilever gilt nur Plastik, das zuvor von Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt wurde als PCR. Nur dann tragen wir zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft bei. Die Nutzung von Plastik aus dem industriellen Bereich, das dem Kreislauf wieder zugeführt wird (PIR), ist für uns kein wesentlicher ökologischer Beitrag. Hier sind die Kreisläufe bereits heute weitestgehend geschlossen.

Foto / Quelle: „obs/Unilever Deutschland GmbH“

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