Im Norden wohnt man „hygge“: Mehr als ein Wohntrend, fast schon Lebensstil

Hygge (sprich Hügge) ist ein Wort aus der dänischen Sprache, an dem man zurzeit nicht vorbeikommt. Überall springt es einem entgegen: In Zeitungen, auf Instagram Accounts, auf Fashion- oder Interior Blogs. Sogar in den Duden wurde der Begriff offiziell aufgenommen. Dabei lässt er sich gar nicht so leicht übersetzen.

Ein bisschen Wohlbefinden, ein bisschen Gemütlichkeit- das Gute an „Hygge“ ist, dass es sich in alle Kontexte integrieren und auf alle Alltäglichkeiten übertragen lässt. hamburg040 verrät, was den Trend auszeichnet und wie sich der Wohlfühlfaktor in den eigenen vier Wänden mit „Hygge“ deutlich steigern lässt.

Refugium für alle Sinne
Das Wort „Hygge“ hat seinen Ursprung in der norwegischen Sprache, wo es so viel wie „Wohlbefinden“ bedeutet. Dann haben sich die Dänen den Begriff zu Eigen gemacht und nutzen ihn für alles, was kuschelig oder gemütlich ist. Dabei ist „Hygge“ nicht nur ein Wohntrend, sondern verkörpert einen ganzen Lebensstil.

Alles kann „Hygge“ sein: das Essen, die Kleidung, die Einrichtung oder die Art, miteinander umzugehen. Einfach mal das Handy ausschalten und mit Freunden gemütlich vor dem Kamin sitzen, entspannt reden, ein bisschen was essen, warmen Tee trinken oder sich selbst einmal eine kleine Auszeit mit einem guten Buch, einer heißen Tasse Kakao oder einem regenerierenden Dampfbad im hauseigenen SPA-Bereich gönnen – all das ist hyggelig und schafft ein Refugium für alle Sinne.

Fast schon ein eigener Einrichtungsstil
Fast schon ein eigener Einrichtungsstil

Licht ins Dunkel
Die Dänen gelten in Umfragen immer wieder als eine der zufriedensten Nationen der Welt. Das Geheimnis dahinter scheint ihre entspannte, unaufgeregte Lebensart zu sein. Für viele ist das hyggelige Lebensgefühl der Ausgleich zum stressigen Berufsalltag und die Antwort auf die langen, kalten Winterabende im Norden.

Um Licht ins Dunkel zu bringen, bildet warme Beleuchtung und Kerzenschein die Grundlage für heimelige Gemütlichkeit. Angeblich verbrauchen die Dänen im Schnitt 5 Kilogramm Kerzen pro Jahr- in Deutschland sollen es gerade mal 2-3 Kilo sein. Sanfter Kerzenschein oder flackernde Teelichter schaffen die typisch gemütliche Atmosphäre, in der man gern mit Freunden oder im Kreise der Familie zusammensitzt, um gute Laune, Glögg und gutes Essen zu genießen.

Fernab von Handy, Mail & Co.
Da das Auge bekanntlich mit isst, sollte auch der Tischgestaltung mit hübschem Geschirr, passenden Trinkglasgarnituren und Wohnaccessoires wie LED-beleuchteten Solar-Deko-Gläsern Aufmerksamkeit geschenkt werden. Duftkerzen mit einer aromatischen Mischung aus Sandelholz, Lavendel oder einer Amber- Note tragen zur Entschleunigung und einer positiven Grundstimmung bei.

Sie bieten einzigartige Dufterlebnisse, die gezielt positive Stimmungen auslösen. In einem „Hyggekrog“, einer ganz persönlichen Kuschelecke, kann man bequem seine Gedanken schweifen lassen und Kraft für den Alltag fernab von Handy, Mail und Co. sammeln.

Dabei ist es egal, ob der Hyggekrog aus einem Sofa, einem Designerstuhl oder einem trendigen Sitzsack besteht, der sich perfekt dem Körper anpasst und mit einer einzigartigen Hybrid- Memory Funktion kompromisslose Gemütlichkeit für bis zu zwei Personen bietet. Wer dann noch eine dänische Zimtschnecke (Skillingsbolle) oder einen warmen Kaffee in Händen hält- umso besser!

Smörrebröd und Meeresrauschen
Traditionell beinhaltet die dänische Küche immer noch viele Elemente aus der Zeit, als die Gerichte durch Vorratshaltung von Bier, Brot und geräuchertem Fleisch geprägt waren. Mit feiner Butter bestrichenes Roggenbrot, aus dem sich das üppig belegte Smörrebröd entwickelte, ist in aller Munde, ebenso wie die auch bei uns beliebte Rote Grütze mit frischen Früchten und reichlich Sahne oder andere leckere Fruchtspeisen.

Aber auch Fischgerichte und Algen liegen, wie die Nähe zum allseits präsenten Meer vermuten lässt, weit vorn in der Gunst der dänischen Genießer. Aus 2 EL der blauen Spirulina, einer Blaualge mit hohem Nährstoffgehalt, und 250 g Blaubeeren lässt sich schnell ein trendiger „Meerjungfrauen Shake“ mixen, der sicher auch starken Seebären schmeckt.

Knusprige Snacks mit zarten Algenblättern hinterlassen nicht nur einen milden Meeresgeschmack, sondern tragen mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen auch zu einer gesunden Ernährung bei. Und wenn am Ende der Mahlzeit dann noch ein feines Dessert mit Bratapfelgeschmack auf den Tisch kommt, steht den aufkommenden Glücksgefühlen nichts mehr im Wege.

Farbe bekennen
Um im eigenen Heim eine optimale Wohlfühlatmosphäre zu erzielen, werden Kissen und Decken im Wohnbereich platziert und schon wird es gemütlich. Dabei sollte man ruhig Farbe bekennen. Grün beruhigt bekanntlich die Gemüter und so ist es nicht verwunderlich, wenn zum Hygge-Faktor auch Pflanzen im Wohnbereich oder Blumenprints an den Wänden gehören, die die Natur ins gemütlich-warme Haus holen, während draußen der Sturm über den kalten Ostseestrand fegt.

Foto / Quelle: Shutterstock, livingpress.de

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