Savoir Vivre unter´m Baum: Rotwein und Wild

Es wird so langsam aber sicher deutlich kühler in Deutscheland. Sogar hier bei uns im hohen Norden, windig,  meerumschlungen und meistens etwas milder und nasser als der Rest der Republik, sorgen die ersten Nachtfröste für tränende Augen und schmale Lippen bei den Fahrradfahrern. Aber ein Problem haben die dick eingepackten rotnasigen Freiluftstrampler nicht. Vereiste Scheiben!

Die Zeit des Genusses
Die Zeit des Genusses

Heute morgen musste ich das erste Mal tüchtig den Schaber schwingen. Etliche Minuten richtig Eiskratzen. Sehr nervig: Vor allem wenn man die Schutzmatte für die Windschutzscheibe im Kofferraum liegen hat. Na morgen früh aber nicht. Heute bin ich nämlich schlauer und werde zu Feierabend daran denken, die Isomatte auf der Frontscheibe zu platzieren.

Dann sind es im schlimmsten Falle nur noch die Seitenfenster, die vom Rauhreif befreit werden müssen. Die kalte Zeit bedeutet auch, dass die Weihnachtszeit begonnen hat: Für viele sind die letzten Wochen des Jahres eine Phase des Genusses und der Gaumenfreuden – es ist ganz eindeutig Savoir-Vivre angesagt.

Bedeutet für die meisten unserer lebenslustigen Mitbürger, dass ordentlich hingelangt wird. Nicht nur an den Kassen mit den Geschenken, sondern auch im Kühlschrank. Nur sehr wenige Familien, meistens die mit besonders vielen Kindern, bevorzugen offenbar noch den alten Klassiker, Karoffelsalat und Würstchen, unter dem Baum.

Bei uns sind solche Grüsse der Küche der Spartaner jedenfalls undenkbar. Askese sieht anders aus. Es gibt Wild in rauhen Mengen. Und das schon lange vor den Festtagen. Da darf dann am Sonntag schon zum Mittag auch der gute französische Merlot auf dem Essenstisch nicht fehlen. Es gibt regelmäßig lecker Reh oder Hirsch, mit Gemüsen der Saison, Birnen und Preiselbeeren. Wie es sich gehört. Oder auch gerne mal richtig deftig Wildschweingulasch. Enten und anderes feistes Federvieh steht bei uns seit je her nicht so hoch im Kurs.

Aber das muss letztlich jeder selber wissen. Oder der den Cholesterinspiegel überwachenden Hausarzt. Jedenfalls darf ein gutes, zum Wild natürlich grundsätzlich immer rotes, Tröpfchen nicht fehlen. Ich trinke meinen Rotwein jedoch immer gerne gekühlt.

Was stets für Verwunderung und Spötteleien sorgt. Jedes Jahr wieder auf´s Neue. Aber das ficht mich nicht an. Der Rest der Familie mag ihn gerne in Zimmertemperatur. So wie es sich für einen guten Roten eigentlich auch gehört. Soweit mir bekannt. Ich liebe Französischen Wein, habe aber ansonsten nicht  wirklich viel Ahnung von der Materie. Aber mit Merlot ist man eigentlich immer er auf der sicheren Seite. Infos zum Video finden sie auch hier: http://www.france-bonappetit.de/2013/09/weinerlebnis-frankreich-franzoesischer-weine-begeistert-besucher/

 

Ob es Rotwild, Reh oder Wildschwein gibt, hängt insbesondere vom Jagtglück des netten Nachbarn in der Siedlung ab. Schwiegervater hat dort im waldreichen Niedersachsen auf dem Lande natürlich beste Connections. Besonders dieses Jahr scheint es (zu) viele Hirsch zu geben. Jedenfalls vor einigen Wochen noch – jetzt wohl nicht mehr, wenn ich überlege, was wir alleine mit 5 Mann in den letzten Wochen verputzt haben.

Foto: Image courtesy of marin at FreeDigitalPhotos.net

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