Aktiv werden: Heute ist Weltkastrationstag

Heute ist Weltkastrationstag. Sowohl Wohnungs- als auch Freigänger- und Streunerkatzen sind im Frühling wieder auf Partnersuche, um die nächste Generation zu zeugen. Bevor das passiert, sollten Katzenhalter ihre Hauskatze kastrieren lassen, um ungewollten Nachwuchs zu verhindern.

Außerdem appelliert die globale Tierschutzstiftung Vier Pfoten an Heimtierhaltern, ihr Tier chippen zu lassen und in einer Heimtier-Datenbank zu registrieren, um sie bei Verlust schnell wiederzufinden. „Hauskatzen sind bereits mit wenigen Monaten geschlechtsreif. Eine weibliche Katze kann pro Jahr bis zu fünf Würfe mit circa vier bis sechs Kätzchen großziehen, die wiederum dann nach rund einem halben Jahr selbst für Nachwuchs sorgen.“

„Die Zahl der Nachkommen von lediglich einer Katze steigt so nach nur wenigen Jahren in die Tausende! Abgesehen von dem Tierleid, das mit dem Streunerdasein einhergeht, kann jeder ungewollte Nachwuchs auch eine Belastung für Tierheime sein, die regelmäßig im Mai, wenn die Kätzchen geboren sind, Aufnahmestopps verhängen müssen.“

„Vor diesem Hintergrund sind alle Katzenhalter in der Verantwortung, ihre Freigängerkatzen kastrieren zu lassen, um diese Umstände nicht ungewollt zu unterstützen. Selbst dann, wenn Katzen nur Zugang zum Garten haben. Dies gilt auch explizit für Kater, da diese unkastriert das Leid der Streunerkatzen vermehren“, sagt Vier Pfoten Heimtier-Expertin Dr. Sabrina Karl.

So zeigt sich Rolligkeit bei Katzen

Als Rolligkeit bezeichnet man die Phase im Jahr, in der weibliche Katzen fortpflanzungsbereit sind. Die meisten weiblichen Katzen werden im Alter von vier bis zwölf Monaten rollig. Je nach Rasse, Gewicht und Jahreszeit kann diese Phase auch schon bei jüngeren, aber auch erst bei etwas älteren Tieren einsetzen.

Katzen vermehren sich explosionsartig

Auch um Streunerkatzen zu schützen, ist die Kastration von Freigängerkatzen notwendig / © Vier Pfoten – Christopher Koch

„Rollige Katzen werden anfangs häufig anhänglicher und miauen vermehrt. Ihr Bedürfnis nach Zuneigung steigert sich, sie streichen öfter als sonst um die Beine ihrer Menschen herum, schmiegen sich an, reiben ihr Hinterteil an Möbeln oder anderen Gegenständen“, erklärt die Vier Pfoten Expertin.

Steigert sich diese Unruhe und wird aus dem anfänglichen Miauen ein lautes Jaulen bis Schreien und nimmt die Katze zudem öfter die sogenannte Brunststellung ein – indem sie ihr Gesäß anhebt und ihren Schwanz zur Seite biegt, während sie ihre hinteren Beine tänzelnd bewegt, ist die Paarungsbereitschaft in vollem Gange.

Manche weibliche Katzen neigen in dieser Phase auch zu gesteigerter Aggressivität oder markieren Gegenstände mit Urin, um eine Duftmarke für paarungsbereite Verehrer zu setzen. „Paarungsbereite Katzen werden nun mehr denn je darauf beharren, nach draußen zu dürfen. Bleiben Sie geduldig, aber lassen Sie ein unkastriertes Tier unter keinen Umständen unbeaufsichtigt nach draußen“, sagt Dr. Sabrina Karl.

Chippen, registrieren, kastrieren!

„Im besten Fall sollte die Hauskatze möglichst schnell nach dem Einzug gechippt werden – insbesondere wenn klar ist, dass sie auch Freigang oder Zugang zum Garten haben wird. Dies ist ein kleiner, problemloser Eingriff beim Tierarzt, der jederzeit möglich ist“, sagt die Vier Pfoten Expertin.

Wichtig ist, dass anschließend die Mikrochip-Nummer und die aktuellen Halter-Kontaktdaten in einer Heimtier-Datenbank registriert werden, damit im Fall eines Verlustes die Katze schnell zu ihrer Familie zurückgeführt werden kann. „Sollte das Tier bisher noch ohne Mikrochip sein, bieten sich der Beratungstermin zur Kastration oder der Tag der Kastration selbst an, um den Chip in der Tierarztpraxis gleich mitsetzen zu lassen“, so Dr. Karl.

Quelle / Fotos: vier-pfoten.de

hamburg040.com

Hamburg-Magazin und mehr... Bloggt zu den regionalen Themen Shopping, Genuss, Menschen, Business, Motor und Events.