
Ein Sofa in der Mitte des Raums auf einem quadratischen Teppich, dazu Beistelltische und ein Sessel
Warum steht das Sofa eigentlich fast immer an der Wand? In vielen Hamburger Wohnungen, ob im Altbau in Eimsbüttel oder im offenen Grundriss in der HafenCity, ist das schlicht Gewohnheit. Dabei kann ein Sofa, das mutig in die Mitte rückt, aus einem ganz normalen Wohnzimmer einen Ort machen, an dem man liest, Kaffee trinkt, mit Freunden quatscht und abends einfach die Beine hochlegt.
Ein schönes Beispiel dafür ist Pop-Up, ein sofa niedrige rückenlehne des Designers Michele Mantovani für den italienischen Hersteller Bodema. Das Sofa hat breite Sitzflächen und eine niedrige Rückenlehne, und Bodema selbst sieht seinen idealen Platz ausdrücklich in der Mitte des Raumes, wo es eine gemütliche, multifunktionale Relax-Ecke bilden soll. Wie das im Alltag aussehen kann und was dazu passt, zeigen die folgenden Ideen.
Warum die Raummitte so gut funktioniert
Ein Sofa an der Wand hat nur eine Richtung: nach vorn, meist zum Fernseher. Steht es frei, entstehen plötzlich mehrere Seiten, die man nutzen kann. Auf der einen Seite schaut man in den Raum, auf der anderen vielleicht zum Fenster oder zum Balkon. Gerade in offen geschnittenen Wohnungen hilft ein frei stehendes Sofa außerdem, Bereiche voneinander abzugrenzen, ohne gleich eine Wand oder ein wuchtiges Regal aufzustellen.
Die niedrige Rückenlehne ist dabei der eigentliche Trick. Sie verdeckt kaum etwas, sodass der Raum offen und hell bleibt, auch wenn das Sofa mittendrin steht. Bei Pop-Up läuft diese Rückenlehne als eine einzige Linie von den Enden der Armlehnen über die ganze Länge, was das Sofa ruhig und aufgeräumt wirken lässt.
Große Sitzflächen, viele Möglichkeiten
Was Pop-Up für eine Relax-Ecke besonders praktisch macht, sind die vielen Varianten. Das Programm reicht von kleinen geraden Sofas bis zu großen Panorama-Kombinationen, darunter Ecksofas für sechs, acht oder zehn Personen. Es gibt Versionen mit nur einer Armlehne, mit Halbinsel oder als Insel, dazu Sitze ohne Rückenlehne und geformte Module. In den Beispielbildern des Herstellers ist unter anderem ein großes Ecksofa mit Sitzflächen auf beiden Seiten zu sehen, also ein Sofa, das man tatsächlich von zwei Seiten benutzen kann.
Für den Komfort sorgen weiche Rückenkissen aus Gänsedaunen, und die Innenseiten der Armlehnen sind sanft geschwungen, was die äußeren Sitzplätze einladender macht. Getragen wird das Sofa von einem schmalen Aluminiumsockel mit abgeschrägter Kante in Anthrazit oder Bronze. Bezüge gibt es in Stoff, Leder und Samt, sodass sich die Farbe gut an den Rest der Wohnung anpassen lässt.
Die besten Begleiter für deine Relax-Ecke
Ein Sofa in der Raummitte wirkt erst richtig, wenn ein paar gut ausgewählte Stücke drumherum stehen. Diese Kombinationen haben sich bewährt:
- Hinter die Rückenlehne passen niedrige Schränke: Bodema bietet zu Pop-Up hölzerne Schränke mit Regal und niedrigem Staufach an. Dort verdecken sie die Rückseite des Sofas und schaffen Platz für Bücher, Pflanzen oder eine kleine Lampe.
- Neben die Armlehnen gehören kleine Tische. Ebenfalls aus der Kollektion stammen Beistelltische mit Tablett und von oben zugänglichen Fächern. Sie ersetzen den klassischen Couchtisch und halten Fernbedienung, Tee und Lesestoff griffbereit.
- Unter die Sitzgruppe gehört ein großzügiger Teppich. Liegt er so, dass zumindest die vorderen Füße des Sofas darauf stehen, hält er die Sitzgruppe optisch zusammen. Bei einem frei stehenden Sofa darf er ruhig groß ausfallen, damit die Relax-Ecke wie eine kleine Insel im Raum wirkt.
- Für den Abend sorgt warmes, niedriges Licht. Eine Leuchte auf dem Schrank oder dem Beistelltisch schafft Stimmung, ohne dass die Deckenlampe den ganzen Raum ausleuchten muss.
Laut Bodema machen die hölzernen Ergänzungen das Sofa rundum nutzbar, sodass es wirklich von allen Seiten etwas bietet. Wer seiner Relax-Ecke noch einen ruhigen Blickfang geben möchte, findet bei uns auch Ideen, wie ausgewählte Einzelstücke als Ruhepol im Hamburger Wohnstil wirken können.
Inspiration vor der Haustür
Wer sehen möchte, wie Sitzmöbel einen ganzen Raum prägen können, muss nicht weit fahren. Im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg am Steintorplatz gehört die Spiegel-Kantine des dänischen Designers Verner Panton aus den 1960er-Jahren zu den Highlights der Sammlung. Ein Besuch zeigt ganz nebenbei, wie viel Atmosphäre entsteht, wenn Möbel, Farbe und Raum zusammen gedacht werden. Und der Freiraum im Museum lädt während der Öffnungszeiten kostenfrei zum Verweilen und Lesen ein, also genau das, was eine gute Relax-Ecke zu Hause auch leisten soll.
So planst du deine Sofa-Insel
Bevor das neue Sofa in die Mitte zieht, lohnt ein kurzer Check. Miss den Raum aus und überlege, wie viel Platz rund um das Sofa zum Durchgehen bleiben soll, denn ein frei stehendes Möbel braucht auch hinter der Rückenlehne etwas Luft. Achte darauf, dass Steckdosen für Leselampen erreichbar sind, und überlege, von welcher Seite du das Sofa beim Betreten des Zimmers zuerst siehst.
Für die Planung stellt Bodema auf der Produktseite von Pop-Up ein technisches Datenblatt sowie 2D- und 3D-Dateien bereit, mit denen sich verschiedene Anordnungen im eigenen Grundriss ausprobieren lassen. Probesitzen lohnt sich trotzdem, denn wie tief und weich sich ein Sofa anfühlen soll, entscheidet am Ende jeder selbst. Über die Website des Herstellers lassen sich Vertriebspartner finden, bei denen die Kollektion ausgestellt ist.
Foto: (c) bodema