5 Insidertipps für die Deutsche Alpenstraße

Die einzigartige Landschaft entlang der Deutschen Alpenstraße lädt zu erlebnisreichen Wanderungen ein – egal ob ein Kurztrip am Nachmittag, eine Tagestour oder sogar eine mehrtägige Route. Entlang Deutschlands ältester Ferienstraße kommen Wanderer auch im Winter auf ihre Kosten: gut für die eigene Gesundheit und eine umweltschonende Möglichkeit, die Natur zu erleben.

Ganz in diesem Sinne wird der Ausbau der Deutschen Alpenstraße für eine Befahrung mit Elektrofahrzeugen seit 2020 vorangetrieben. Viele Gemeinden, Beherbergungsbetriebe und touristische Anbieter ermöglichen durch Ladestationen und Leihfahrzeuge für den Tagesausflug eine besonders nachhaltige Reise entlang der Panoramaroute. Lautlos im E-Auto von einem Winter-Wandererlebnis zum anderen! Fünf begeisterte Wanderer und Kenner der Region geben ihre persönlichen Tipps für die nächste winterliche Tour:

Tipp 1

Stefan Fredlmeier, Direktor von Füssen Tourismus, genießt bereits seit Jahren die Natur rund um Füssen bei abwechslungsreichen Wanderungen. Für das kleine Naturerlebnis zwischendurch empfiehlt er die Lechfall-Runde: „Der Höhepunkt dieser Strecke ist das Naturdenkmal Lechfall mit dem Wasserkraftwerk und der beeindruckenden Schlucht. Die Lechfall-Runde gehört zu den schönsten Wanderrouten in unmittelbarer Nähe unserer Stadt.

Die harmonische Verbindung der Wasserkraft des Lechs mit den von Menschenhand geschaffenen Lechfall-Stufen ist immer wieder ein Erlebnis.“ Für diese leichte ca. 3,5 km lange, eigens als Winterwanderroute beschilderte Wanderung sollte man eine bis zwei Stunden einplanen. In der schneefreien Zeit bieten sich als längere Wandererlebnisse auch die beiden Füssener Lechschleifen an, die ebenfalls ihren Ausgangspunkt am Lechfall haben.

Tipp 2

Einen besonderen Wander-Tipp für Bergfans hält Brita Hohenreiter, Kurdirektorin Bad Tölz, bereit: „Unser Hausberg – der Blomberg – ist auch im Winter ein lohnendes Wanderziel. Der Weg führt über 500 Höhenmeter durch eine verschneite Winterlandschaft hinauf zum Gipfel, von dem man einen großartigen Blick auf das verschneite bayerische Oberland und die Voralpen hat.

Bei gutem Wetter sind der Starnberger See, Ammersee und sogar München und das Wettersteingebirge auszumachen. Im Blomberghaus warten hausgemachte Köstlichkeiten auf die Wanderer. So gestärkt geht es entlang der bereits bekannten Route wieder hinab. Eine nicht weniger reizvolle Alternative ist die Fahrt mit der Blombergbahn.“ Für die mittelschwere Tour benötigt man ca. 1,5 Stunden.

Pärchen wandert im Winterwald
Wunderschöne Winterzeit / © deutsche-alpenstrasse.de

Tipp 3

Eine Kombination aus Naturerlebnis und Wissensvermittlung bietet der in Deutschland einzigartige Kieferer Energiewanderweg. „In 23 Stationen erfährt der Wanderer, wie bereits seit 500 Jahren das Wasser, die Wälder und die Sonnenenergie in Kiefersfelden nachhaltig genutzt werden.“, erklärt Werner Schroller, Leiter der Tourismusinformation Kiefersfelden.

„Einige Anlagen wurden bereits im 15. Jahrhundert errichtet und sind in Teilen heute noch in Betrieb.“ Über stille Pfade, durch Grünflächen, Waldwege und entlang zweier Wildbäche gelangt man durch eine beeindruckende Schlucht in höhere Lagen. „Da dieser insgesamt 16 km lange Energiewanderweg in mehreren Etappen erlebt werden kann, eignet er sich sehr gut für Familien.

Besonders Kinder entdecken immer neue Details und lernen spielerisch über die Nutzung nachhaltiger Energiequellen.“ Übrigens sind die Etappen 1 bis 3 ganzjährig begehbar und auch im Winter reizvoll. Die Etappe 4 – die Gießenbachklamm – ist von Anfang Dezember bis Anfang April wegen Schnee und Eisbruch gesperrt.

Tipp 4

„Unbedingt mal das Schneeschuhwandern ausprobieren!“, empfiehlt Florian Weindl, Leiter der Tourist Information Reit im Winkl. „Es ist ein tolles Erlebnis, fernab der Wege durch die unberührte Winterlandschaft zu gehen. Die markierte Schneeschuhtour „Klausenbergrunde“ ist für Anfänger und Genießer geeignet. Vom Startpunkt am Parkplatz Benzeck führt die Route zur Kapelle Maria Hilf in Alt Blindau, über Almen und entlang eines Hochmoores.

Mit etwas Glück entdeckt man auch Tierspuren im Schnee.“ Die ca. sechs Kilometer lange Strecke ist in ca. 2 Stunden zu schaffen. Anfänger sollten bei starkem Schneefall keine Schneeschuhwanderung starten und nicht die erste Spur anlegen, da dies anstrengend sein kann.

Tipp 5

Für Teresa Hallinger, die für das Destinationsmanagement in Berchtesgaden verantwortlich ist, gehört zu einem perfekten Wintererlebnis eine Abfahrt: Zum Beispiel vom Hirscheckblitz, der gemeinsam mit Georg Hackl konzipierten Rodelstrecke im Bergsteigerdorf Ramsau. Dieser ist nicht nur mit dem Sessellift, sondern auch durch einen separaten Fußweg in gut einer Stunde erreichbar.

„Die Anstrengung beim Aufstieg gehört genauso dazu wie der einzigartige Blick auf Watzmann und andere Berggipfel sowie die Einkehr im Hirschkaser“, verrät Hallinger. Ihr Tipp: Schlitten kann man an der Bergbahn ausleihen. Wer sich die rasante Schlittenfahrt nicht zutraut, geht entweder zu Fuß zurück ins Tal oder schwebt im Lift bergab. Für diejenigen, die besonders umweltfreundlich zum Wanderziel anreisen, bietet die Deutsche Alpenstraße ein gutes Netz an Ladesäulen.

Fotos / Quelle: deutsche-alpenstrasse.de

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