Work/Life-Balance: Funktioniert die Arbeit mit Freunden?

Es besteht kein Zweifel daran, dass ein toller Job nur mit tollen Kollegen möglich ist. Aber wann genau ist die Grenze zwischen Kollegen und Freunden fließend? Und die bessere Frage ist: Sollte sie das sein?

Die beste Freundin oder den besten Freund an den Arbeitsplatz zu holen oder eine Kollegin oder einen Kollegen mit in das Team aufzunehmen, klingt gut, kann aber eine heikle Angelegenheit sein. Es gilt, Entscheidungen zu treffen, Grenzen zu setzen und sich gegenseitig Professionalität zuzusichern, damit die Dinge wirklich funktionieren. Schauen wir uns einmal an, was man bei der Zusammenarbeit mit Freunden besser tun und lassen sollte.

Wählen Sie Ihre Arbeitsfreunde mit Bedacht aus

In einer perfekten Welt kommen die Menschen leicht miteinander aus und arbeiten harmonisch zusammen. Das ist zwar das Ziel eines jeden Unternehmens, aber die Realität sieht oft ganz anders aus. Zwischen Menschen am Arbeitsplatz kann es zu Spannungen kommen, und zwar auch, wenn sie nur im Büro miteinander zu tun haben.

Und das gilt jetzt nicht  etwa nur für einen Büro-Job, sondern beispielsweise auch in der Werkstatt, wenn Sie etwa eine Tischler Ausbildung Brandenburg für sich gewählt haben und nun im Bereich Brandschutz Denkmalschutz unterwegs sind. Sie sehen, das Problem ist universell.

Handwerk hat goldenen Boden
Handwerk hat goldenen Boden / (c) pixabay.com – Dormeur74

Denn das Arbeitsumfeld ist auf Professionalität ausgerichtet und dieses System funktioniert nach völlig eigenen Regeln. Die Überschreitung dieser Grenzen kann zu Problemen führen, wenn sie nicht respektiert werden.

Einen Partner zu haben, mit dem man sich freitags abends austoben kann, ist eine tolle Sache. Die Gespräche sind gut und die Witze sind besser. Während sie vielleicht den Rekord für den längsten mechanischen Bullenritt im ganzen Land halten, sind sie vielleicht in Sachen Arbeiten eine eher nachteilige Gesellschaft. Nehmen Sie sich die Zeit, hierfür Feedback bei Ihren Freunden einzuholen, bevor Sie mit ihnen zusammenarbeiten.

Das Gleiche gilt, wenn Sie einen Mitarbeiter in Ihren Bekanntenkreis aufnehmen. Das berufliche Umfeld erlaubt es den Menschen, einige Dinge an der Tür zu lassen. Sie könnten einen Freund oder eine Freundin zu einem Drink mit anderen Freunden einladen, nur um herauszufinden, dass er oder sie die Angewohnheit hat, beim gemeinsamen Kartenspiel ausfällig zu werden und im Alleingang anfängt, das gesamte Lokal zu beleidigen.

Sie sehen, das Ganze kann ein Glücksspiel sein. Wenn Sie sich einfach etwas Zeit nehmen, die andere Seite Ihrer Kollegen kennenzulernen, können Sie dann später die daraus folgenden unangenehmen Situationen im Büro vermeiden.

Grenzen kommunizieren

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Nachforschungen so langsam ein gutes Gesamtbild erkennen lassen und Sie sicher sein können, einen guten Freund zu haben, mit dem Sie auch zusammenarbeiten können, sollten Sie ein paar einfache Grenzen festlegen. Das kann ganz simpel sein, wie die Bereitschaft, Arbeit und Leben voneinander zu trennen. Sie können aber auch beschließen, dass das Geschäftliche nicht in den Mittelpunkt Ihrer Freundschaft gerät. Es muss eben nur kommuniziert werden.

Freunde haben oft einen größeren Spielraum, was die Grenzen angeht. Wenn Markus aus der Buchhaltung Ihre Müllermilch aus dem Bürokühlschrank klauen würde, wäre das eine professionelle Angelegenheit. Markus hat gegen die Arbeitsetikette verstoßen und hat kein Recht, Ihnen etwas wegzunehmen, selbst wenn es harmlos war.

Hier kommt wiederum Ihr Freund ins Spiel, dem es nunmal nichts ausmacht, Ihren Kühlschrank nach Leckereien zu durchsuchen. Das Geheimnis der verschwundenen Müllermilch kann hierbei in einem Büro ziemlich hitzig werden. Da die Grenze zwischen Freundschaft und Professionalität fließend ist, kann es verwirrend sein, wie man mit dieser Situation dann am besten umgeht.

Eine gute, solide Freundschaft sollte also in der Lage sein, das Drama einer entführten Müllermilch zu überleben. Halten Sie einfach die Kommunikationslinien möglichst offen.

Professionalität als Vorbildfunktion

Es ist in Ordnung, mit Freunden bei der Arbeit Spaß zu haben. Es ist in Ordnung, sich mit seinen Kollegen außerhalb der Arbeit zu treffen. Aber bei der Arbeit muss man sich stets professionell verhalten. Dies muss im Interesse aller Beteiligten beibehalten werden. Es kommt dabei ganz darauf an, wie Sie das Gleichgewicht halten wollen.

Es ist immer eine gute Idee, auf Ihre Interaktionen mit Freunden am Arbeitsplatz in besonderem Maße zu achten. Die Dynamik zwischen Arbeitsfreunden und sozialen Freunden muss stets reflektiert und respektiert werden. Die richtige Wahl Ihrer Freunde mit quasi doppelter Bindung ist schon die halbe Miete, und wenn Sie der Beziehung die nötige Aufmerksamkeit und die richtigen Grenzen geben, werden Sie viele glückliche Jahre der Zusammenarbeit erleben.

Foto / Quelle: Redaktion, www.tischlerei-beelitz.com

hamburg040.com

Hamburg-Magazin und mehr... Bloggt zu den regionalen Themen Shopping, Genuss, Menschen, Business, Motor und Events.