Können Hamburger in seriösen online Casinos spielen?

Die online Glücksspiel-Enthusiasten wissen um das Leid des Glücksspiels, dass seit Jahren einen schweren Stand hierzulande hat. Das Problem war die bisherige Gesetzgebung, denn diese war nicht nur in ihrer Auslegung umstritten bei den Anbietern, sondern war vom Europäischen Gerichtshof als unzulässig erklärt worden. Schnell wurde klar, dass der bestehende Vertrag nicht in der Lage war, dem Glücksspielboom in Deutschland standzuhalten.

Besonders das online Glücksspiel boomte und hat sich mit der Zeit zu einem Milliarden-Euro-Markt entwickelt. Wer heute seriöse Online Casinos sucht, der steht vor einer enormen Auswahl. Wie gut ist es da, dass es Vergleichsportale wie www.serioeseonlinecasinos.org gibt, wo sich die Spieler informieren und die besten online Casinos auswählen können.

Aber damit ist noch immer die Frage nach der aktuellen Gesetzgebung und Legalität dieser Angebote. So gab es in Schleswig-Holstein bislang eine gesonderte Regelung, die jedoch nicht für den Rest Deutschlands galt und auch nicht für die Freie Hansestadt Hamburg.

Ausnahmen bestätigen die Regel
Ausnahmen bestätigen die Regel / www.pixabay.com

Das bisherige Glücksspielgesetz

Ohne Frage ist es möglich, mit wenigen Klicks in einer virtuellen Spielbank viel Geld zu verspielen. Aus diesem Grund war es in Deutschland auch illegal – mit einer Ausnahme: Schleswig-Holstein. Doch der Markt boomte, denn durch die Urteilssprechung des Europäischen Gesetzhofes waren die Anbieter, die über eine werthaltige EU-Lizenz verfügten, dazu befugt, ihr Angebot auch in Deutschland anzubieten. Das bedeutete, dass die Spieler „legal“ in den seriösen online Casinos spielten. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Spieler und auch die Betreiber sich dabei stets in einer Grauzone bewegten.

Anders verhielt es sich in Schleswig-Holstein. Die Regierung hatte sich 2012 gegen das Glücksspielgesetz ausgesprochen und ging seinen eigenen Weg und vergab an die ansässigen Betreiber entsprechende Lizenzen. Dadurch standen die entsprechenden Glücksspielseiten allerdings nur den Einwohnern von SH zur Verfügung, womit sie nur mäßig Erfolge verzeichnen konnten. Auch die erhofften Steuereinnahmen blieben aus.

Nun ziehen bei der Neuregelung alle Bundesländer und die Stadtstaaten an einem Strang.

Das „neue“ Glücksspielstaatsgesetz 2021

Was passiert nun aufgrund des neuen Glücksspielstaatsgesetzes? Dieses soll in diesem Jahr in Kraft treten – um genau zu sein im Juni. Damit soll das online Gambling zum ersten Mal in Deutschland zu 100% legal werden. Sicherlich sind das tolle Nachrichten, denn dann können auch die Hamburger ganz legal in einem seriösen virtuellen Spielcasino ihr Glück versuchen. Denn bislang war es den deutschen Spielern nicht erlaubt ein Konto zu eröffnen und um echtes Geld zu spielen.

Deutschland ist bei weitem kein Vorreiter auf dem Markt, sondern hat sich sehr lange Zeit gelassen, bis das auf die Entwicklungen in der Branche reagiert wurde. So war der Betrieb von online Casinos und online Sportwettenseiten nicht erlaubt, doch das Verbot wurde nur halbherzig ausgesprochen. Somit etablierten sich zahlreiche Anbieter auf dem deutschen online Markt. Die Folge: Dem deutschen Fiskus entgingen zahlreiche Steuereinnahmen, die sie aus den Einnahmen der Casino Betreiber erhalten könnten. Um Steuerabgaben mussten sich die Spieler nicht sorgen, denn die Gewinne sind steuerfrei, wobei Überweisungen aus dem Ausland dennoch gemeldet werden sollten.

Doch es ist davon auszugehen, dass selbst nach der Einführung des neuen Glücksspielgesetzes die Anbieter mit einer EU-Lizenz weiterhin die Gewinner sind. Der Grund ist, dass viele der Casino-Enthusiasten sicherlich nicht von jetzt auf sofort ihre „Stamm-Casinos“ verlassen werden. Es ist sogar davon auszugehen, dass das Gegenteil der Fall sein wird, denn mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der sich bereits in der Übergangsphase befindet, sind zahlreiche Einschränkungen verbunden.

In Deutschland ist „Schluss mit lustig“

Diejenigen die als Hobbyspieler und Low-Roller unterwegs sind und ihre Einzahlungen in einem der Paysafecard Casinos vornimmt, werden kaum beeinflusst werden. Doch viele der Gambler, werden mit den neuen Regelungen ihre Probleme haben, denn die Einzahlungen sind auf 1.000 Euro monatlich begrenzt und dieses Limit ist ein Gesamtlimit, dass für alle virtuellen Spielhallen gilt, in dem der Spieler angemeldet ist. Darüber hinaus sind die Einsätze auf 1 Euro pro Spin begrenzt und die Walzen müssen sich mindestens drei Sekunden drehen. Darüber hinaus muss zwischen jeder Drehung eine Pause von fünf Sekunden eingehalten werden.

Sicherlich steht hier der Schutz der Spieler im Vordergrund, um so die Gefahren der Spielsucht entgegenzuwirken. Doch wer sein Verhalten unter Kontrolle hat, der wird sich sicherlich durch diese neuen Vorgaben sehr bevormundet fühlen. Denn schließlich bieten alle seriösen Anbieter entsprechende Schutzmaßnahmen an und unterstützen das verantwortungsvolle Spiel.

Foto / Quelle: (c) www.pixabay.com

hamburg040.com

Hamburg-Magazin und mehr... Bloggt zu den regionalen Themen Shopping, Genuss, Menschen, Business, Motor und Events.