Zwei Vereine, ein Schicksal

Der FC St. Pauli und der Hamburger Sportverein könnten unterschiedlicher nicht sein, darauf wird sowohl von den Fans als auch vom Verein selbst immer wieder Wert gelegt. Eines haben die beiden Teams aus Hamburg nun aber gemeinsam: einen Platz ganz unten in der jeweiligen Tabelle, zumindest übergangsweise.

Während sich noch vor ein paar Jahren beide Teams in der 1. Bundesliga sonnten, der eine auf gesetztere Art und Weise, der andere eher in Form eines Gastauftritts, so sieht die aktuelle Lage für beide nicht mehr besonders gut aus. St. Pauli spielte lange eine der ersten Geigen in der 2. Liga, muss sich in dieser Saison aber mit katastrophalen Ergebnissen begnügen und der HSV hat direkt an seine schlechten Leistungen aus dem letzten Jahr angeknüpft und befindet sich wieder einmal am unteren Ende der Tabelle.

Bundeliga-Fussball gehört zu Hamburg wie die Elbe!
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Könnten sich diese zwei Vereine, deren Anhänger in gar keinem Fall in einen Hut gesteckt werden wollen, durch die miserable Saison, die sie spielen, irgendwie näher kommen? Schließlich müssten beide doch ganz genau wissen, wie mies sich der andere gerade fühlt.

Bleiben die Dinge so, wie sie jetzt sind, bleibt es den zwei Teams wahrscheinlich erspart, sich so schnell in derselben Liga zu begegnen, denn dann rutscht der HSV zwar in die zweite Liga ab, St. Pauli muss dann allerdings mit der dritten Liga Vorlieb nehmen, eine Katastrophe für einen Verein, der auch schon in der 1. Bundesliga eine Rolle gespielt hat.

Momentan sind es wohl nur noch die eingefleischtesten Fans, die sich bei Online Sportwetten auf Seiten wie Wetten99 oder 32Red dazu aufraffen, auf ihren Verein zu setzen. Es scheint, als hätte der Rest der Bundesrepublik die beiden Teams von der Elbe schon abgeschrieben. Egal ob bei Sportwetten auf 32Red, in den Medien, unter den Fans oder sogar im Vorstand, es scheint eine Zeit des Umbruchs im Hamburger Fußball vor der Tür zu stehen.

So hat jetzt sogar HSV Präsident und Vorstandsmitglied Carl Jarchow seinen Rücktritt angekündigt. Nach eigenen Angaben sei er nicht mehr hundertprozentig vom Weitermachen überzeugt. Sein Bauchgefühl sage ihm, es sei Zeit, dass jemand anderes diese Aufgabe übernehme.

Ob sich da der Kapitän nicht schon frühzeitig vom sinkenden Schiff verabschiedet? Ende Januar wird Jarchow sein Amt einem Nachfolger zur Verfügung stellen. Liegt es daran, dass er wirklich keine Lust mehr hat, oder könnte die Krise des Vereins schuld daran sein, dass Jarchow nicht mehr mitmachen möchte? Und dass es eine gewaschene Krise ist, möchte niemand mehr leugnen.

Doch wird nicht nur der HSV um den Verbleib in der 1. Bundesliga kämpfen müssen, sondern auch St. Pauli den Klassenerhalt aufs Spiel setzen? Denkbar wäre es, denn momentan liegen die Hamburger mit 12 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz hinter Aue.

Auf den Führenden Ingolstadt fehlen zahlreiche Punkte, doch selbst das Mittelfeld der Tabelle scheint ihnen davon zu laufen. Andererseits, so sehen es die Verfechter der Theorie, dass beide Vereine in ihrer Liga bleiben, liegen ja auch noch einige Spieltage vor den beiden und so ist es nicht auszuschließen, dass ähnlich wie beim HSV Ende der letzten Saison ein kleines Doppelwunder gelingt.

Foto: Image courtesy of khunaspix at FreeDigitalPhotos.net

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