Gaming im Film, Fernsehen und Musiksektor

Gaming ist schon lange ein wichtiger Aspekt der Popkultur. Ob Online-, Video- oder Computerspiele, sie alle beeinflussen heutzutage die Mainstream-Inhalte im Film, Fernsehen und Musik. In Wechselwirkung werden sowohl Adaptationen von erfolgreichen Spielen in anderen Unterhaltungsbranchen veröffentlicht als auch ikonische Figuren der Popkultur in die Gaming-Industrie eingeführt. So entsteht ein abwechslungsreiches Warennetz für Kunden aus allen Bereichen der Unterhaltungsmedien, das sich von den Produkten der Popkultur ernährt.

Online-, Video- oder Computerspiele, sie alle beeinflussen heutzutage die Mainstream-Inhalte
Online-, Video- oder Computerspiele, sie alle beeinflussen heutzutage die Mainstream-Inhalte / (c) pixabay.com

Film

Gaming hat zahlreiche Filmemacher zu großen Blockbustern inspiriert. Einer der bekanntesten Filme ist Martin Scorseses „Casino“, der das schillernde, aber dramatische Leben von Las Vegas auf die Leinwand bringt. „Ocean’s Eleven“ und die actiongeladene, weltbekannte Kultreihe „James Bond“ sind weitere großartige Exemplare aus Hollywood, die sich thematisch zwar nicht direkt mit Gaming befassen, aber Elemente aus der Spielwelt erfolgreich in die Streifen integrieren. Hinzukommen zahlreiche Videospiel-Adaptationen wie „Prince of Persia“ und „Silent Hill“, die Gaming-Fans nicht nur vor den Computerbildschirm, sondern auch in die Kinos gelockt haben.

Paradebeispiel hierfür ist die Popkultur-Ikone Lara Croft. Tomb Raider wurde zuerst als eine Art weibliche Indiana Jones 1996 vom Spieleentwickler Core Design veröffentlicht. In kurzer Zeit entwickelte sich das Spiel zu einer der meistverkauften Spielserien der Welt. Bald folgten zahlreiche Adaptationen und Nebenprodukte, darunter auch zwei Verfilmungen, in denen Lara Croft von der Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie verkörpert wurde.

Auf der anderen Seite beeinflussen wichtige Elemente der Popkultur die Spieleindustrie. Diesbezüglich gibt es zahlreiche Slots auf Online-Plattformen, die von Westernfilmen und Science-Fiction inspiriert sind, oder Videospiele, die auf populären Filmen und Büchern basieren. So lockten die Bestseller „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ zuerst Millionen in die Kinos und schenkten nach dem großen Erfolg auch als Spielreihen zahlreichen Gamern spannende Stunden am Computer.

Streamen ersetzt ddas herkömmliche TV, immer mehr !
Streamen ersetzt das herkömmliche TV, immer mehr! / (c) pixabay.com

Serien

Auch die Fernseh- und Serienbranche kooperiert in letzter Zeit erfolgreich mit Spielmachern. Dass sich der Streaming-Dienst Netflix eine Videospiellizenz nach der anderen unter den Nagel reißt, ist der beste Beweis dafür. Für Gamer gibt es aktuell an der Animationsserie „Arcane“ kein Vorbeikommen, da diese zu den besten Videospiel-Adaptationen überhaupt zählt. Diese basiert auf dem Game „League of Legends“ und punktet mit facettenreichen Figuren und atemberaubende Animationsqualität, die viele andere Produktionen dieser Art in den Schatten stellt.

Auch die Sky-Atlantic-Serie „Gangs of London“ kann zu den erfolgreichen Spieladaptationen im Fernsehen gezählt werden. Die Macher der Serie haben sich vom gleichnamigen Sony-Spiel aus dem Jahr 2006 inspirieren lassen und ein großartiges Crime-Werk hervorgebracht. Im Mittelpunkt steht eine Gangsterfamilie, die um die Vorherrschaft in London mit anderen Clans konkurriert.

Neben einem starken Drehbuch überzeugt die Serie mit großartiger Schauspielleistung und spannenden, aber realistischen Aktionsszenen. Der Erfolg der beiden Serien zeigt, dass Gaming auch in der Serienbranche angekommen ist. Weitere großartige Adaptationen von Spielen werden in den nächsten Jahren mit Sicherheit folgen und in die Produktpalette von unterschiedlichen Streaming-Diensten aufgenommen.

Musik

Dass Gaming ohne Musik nicht auskommen kann, wird jeder Spieler bestätigen. Manche Kompositionen in Spielen sind jedoch so gut, dass sie einen hohen Wiedererkennungswert erreicht und sich zu wichtigen Elementen der Popkultur entwickelt haben. Die Retro-Spiele Super Mario und Tetris sind die besten Beispiele für Musik mit Ohrwurm-Faktor und Wiedererkennungswert. Bei beiden Fällen hat fast jeder Mensch nach wenigen Noten die Spielfiguren von Super Mario oder die fallenden Tetris-Figuren vor Augen.

Daneben dienen Games als Inspiration für zahlreiche Musiker. Ein absoluter Kracher diesbezüglich war 1999 der Song „My Console“ der italienischen Popgruppe Eiffel 65 aus dem Album „Europop“. Wie Del the Funky Homosapien im „Proto Culture“ erzählen die Musiker im Song über ihre Leidenschaft für das Zocken.

Die Electronic-Band Freezepop ließ sich dagegen von Nintendos Gameboy inspirieren und veröffentlichte in ihrem zweiten Album den Song „I Am Not Your Gameboy“, in dem bekannte Spielfiguren wie Donkey Kong und Mario ironisch parodiert werden. Der Rapper Kendrick Lamar gehört dagegen zu den Musikern, die das Gaming als ausdrucksstarke Metapher in ihren Songs nutzen.

Die obengenannten Beispiele zeigen, dass Gaming und Popkultur Hand in Hand gehen. Populäre Produktionen aus anderen Bereichen der Unterhaltungsbranche finden mit Leichtigkeit einen Platz in der Spieleindustrie. Andersherum bietet das Gaming Film, Fernsehen und Musik ausreichend Inspirationsmaterial für die Erschaffung von neuen Entertainment-Produkten. Folglich überhäufen diese sektorenübergreifenden Überschneidungen die Fans der Popkultur-Ikonen mit spannenden Produkten, die zur vielseitigen Freizeitgestaltung beitragen.

Foto / Quelle: Redaktion

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