Ist Hamburg bald wieder in der Bundesliga?

Hamburg ist eine große und vibrante Stadt. Hier gibt es alles von spannenden Menschen, über tollen Genuss, bis zu Shopping-Möglichkeiten. Auch die Sportbranche darf nicht unterschätzt werden. So ist Fußball in der Stadt die wohl beliebteste Sportart.

Erstligatauglich ist besonders das Publikum beim HSV
Erstligatauglich ist besonders das Publikum beim HSV / (c) pixabay.com – planet-fox

Mit dem Hamburger SV gibt es einen früheren deutschen Spitzenclub und mit St. Pauli einen Fanmagneten. Derzeit sind aber beide Vereine nur in der Zweiten Bundesliga zu finden. Hier gibt es keine internationalen Spiele und keine Duelle mit Top-Teams wie Bayern München und Borussia Dortmund. Doch das soll sich bald wieder ändern.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Hamburger SV (@hsv)


Hamburger SV – zurück in die Bundesliga

Der Hamburger SV hat sich die Rückkehr in die Bundesliga zum Ziel gesetzt. Derzeit sieht es auch nicht schlecht dafür aus. Mit einer Quote von 3,75 bei der Meisterwette auf Betway ist man der klare Favorit vor Hannover, Darmstadt und Paderborn. Zu voreilig darf man jedoch zum Feiern beginnen. In den vergangenen Jahren war man stets einer der Favoriten auf den Aufstieg – für diesen reichte es jedoch im Endeffekt nie.

In den ersten drei Saisons in der Zweiten Bundesliga wurde jeweils der vierte Endrang erreicht. In der abgelaufenen Saison konnte man einen Rückstand in den letzten fünf Spielen noch aufholen und die Liga auf dem dritten Platz abschließen. Diese Platzierung reichte für die Qualifikation für die Relegation gegen Hertha BSC. Im Hinspiel konnte man auch 1:0 in Berlin gewinnen – das Rückspiel ging jedoch 2:0 für die Mannschaft aus der Hauptstadt aus, weswegen man nun in die fünfte Zweitligasaison gehen muss.

Zur sportlichen Misere kommt auch die Stadionfrage hinzu. Dieses ist derzeit sanierungsbedürftig, der Verein hat jedoch nicht die finanziellen Mittel für die notwendigen Reparaturen. Wie NDR schreibt, wurde der Antrag für eine Bürgschaft über einen zweistelligen Millionen-Betrag von der Stadt abgelehnt. Auf dem Platz gibt es aber positive Schlagzeilen. So zeigt MOPO, dass Robert Glatzel zu einem Aufstiegsgaranten werden könnte. Der 28-jährige Stürmer trifft derzeit in der Liga nach Belieben und stand bisher in jeder Spielminute auf dem Platz.

Bereits in der abgelaufenen Saison war er der Torgarant in der Mannschaft. Damals erzielte er in 34 Saisonspielen 22 Tore und legte fünf weitere auf. Auch im Pokal war er mit fünf Toren in fünf Spielen erfolgreich. Während Glatzel vorn die Tore schießt, verhindert Daniel Heuer Fernandes hinten die Gegentore. Der Portugiese ist derzeit in der Form seines Lebens und rettete den HSV bereits in einigen knappen Partien.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von FC St. Pauli (@fcstpauli)


Wohin geht es mit St. Pauli?

Während der HSV derzeit in der Liga auf einer Erfolgswelle schwimmt, hat der FC St. Pauli ernsthafte Probleme. Während Oke Göttlich auf Sport1 gewisse „Systemsprenger“ als ein Problem für den deutschen Fußball anführt, steht sein Verein selbst vor einigen Problemen. In der vergangenen Saison wurde im Frühjahr der mögliche Aufstieg noch klar verspielt. In der neuen Saison gibt es ebenso wenig zum Lachen. Derzeit liegt man nur im unteren Tabellenmittelfeld und nur knapp vor den Abstiegsrängen.

Wie konnte das passieren, nachdem man vor einem Jahr noch so sicher ausgesehen hatte? Vor allem in der Defensive gibt es derzeit wenig Zusammenhalt und in der Offensive fehlen die Tore. Natürlich fehlen hier Guido Burgstaller und Daniel-Kofi Kyereh. Kyereh konnte man nach seiner starken letzten Saison nicht mehr halten und Burgstaller wollte zurück nach Österreich. Mit Johannes Eggestein wurde jedoch nicht die erwünschte Qualität verpflichtet. Der Deutsche sucht seit einigen Jahren seine Form und konnte sich nie richtig an den Erwachsenen-Fußball gewöhnen.

Jetzt wird er jedoch als Heilsbringer verpflichtet, der einen Ausnahmespieler wie Kyereh und einen alten Fuchs wie Burgstaller ersetzen soll. Defensiv gibt es dagegen ein sorgloses Verteidigen. Egal, ob Zugriff oder Zweikampfverhalten – die Spieler kommen kaum in defensive Zweikämpfe und wenn sie es einmal schaffen, geht dieser verloren. Hier fehlt es nicht an Qualität, sondern an den passenden Tugenden. Für einen vollen Einsatz braucht es kein Talent. Wenn weder Einsatz noch Talent gegeben ist, wird es schwierig Spiele zu gewinnen.

Unterschiedlicher könnte die bisherige Saison der beiden Hamburger Fußballclubs kaum sein. Während St. Pauli den Einsatz und die Form noch sucht, strebt der HSV die heiß ersehnte Rückkehr ins Oberhaus an. Doch dafür darf es im Volksparkstadion nicht wieder zu einem Leistungsabfall kommen, wie Mitte der vergangenen Saison. Sollte alles nach Plan verlaufen, kann man sich in Hamburg vielleicht wieder auf Bundesligafußball freuen. Damit verbunden auch auf Top-Spiele gegen Bayern München und Borussia Dortmund.

Quelle / Foto: Redaktion, (c) pixabay.com – planet-fox

hamburg040.com

Hamburg-Magazin und mehr... Bloggt zu den regionalen Themen Shopping, Genuss, Menschen, Business, Motor und Events.