Woran Käufer erkennen, ob Holzmöbel wirklich nachhaltig sind

Natürlich Einrichten hat sich vom Trend zum Dauerbrenner entwickelt. Fast alle Wohnzeitschriften zeigen Holzmöbel oder Accessoires aus Holz. Entsprechend groß ist das Angebot. Aber woher wissen Verbraucher, was nicht nur schön für die Wohnumgebung, sondern auch verträglich für die Umwelt ist?

Eine Einrichtung aus Holz wirkt harmonisch, wandlungsfähig ist sie auch. Mit entsprechender Deko und dem individuellen Farbkonzept ist sie mal gemütliches Nest, mal einladend fröhlich. Aber ist eine Wohnung mit Holzmöbeln gleichzeitig ökologisch eingerichtet? Ganz so einfach ist es nicht, denn Holz ist nicht gleich Holz. Zwar ist es theoretisch ein endlos zur Verfügung stehender Rohstoffe, der unserem Planeten nützt, weil er u.a. der Luft das Klimagas CO2 entnimmt.

Aber umweltbewusst ist ein Holzmöbel nur, wenn das Holz nicht aus Raubbau stammt, sondern aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Es werden nur so viele Bäume geschlagen, wie nachgepflanzt werden, damit der Wald auf lange Zeit erhalten bleibt. Informierte Verbraucher wissen mittlerweile, dass sie kein Tropenholz kaufen sollten, und wenn, dann nur mit FSC-Siegel für nachhaltige Forstwirtschaft. Aber bei allem anderen? Der Tisch aus Buche, die Regalwand aus Eiche – sind die ok?

Möbelkauf muss kein Blindflug sein – wenn man zum Fachhandel geht. Die gut 40 Mitglieder des Verbandes ökologischer Einrichtungshäuser wissen Bescheid, wo ihre Möbel produziert werden, wo das Holz geschlagen wird und ob es wirklich aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Alles Natur – alles Öko?
Alles Natur – alles Öko?

Sie akzeptieren nur Oberflächenbehandlungen, mit denen das Möbel hinterher gefahrlos entsorgt werden kann, Öle und Wachse auf natürlicher Basis. Sie bieten nur an, was in Deutschland oder dem nahen europäischen Ausland hergestellt wird, das schont beim Transport das Klima, garantiert, dass strenge Umweltstandards eingehalten werden und faire Arbeitsbedingungen. Dafür haben sie schon in den 90er Jahren eine eigene Institution gegründet, die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser.

Die ÖkoControl fragt mittels Volldeklarationen regelmäßig alle Daten rund um die Herstellung bei den Lieferanten des Verbandes ab. Das gilt auch für Polstermöbel, Bettwaren und Matratzen. Vieles ist darüber hinaus auf Schadstoffe getestet worden, erkenntlich an dem grünen ÖkoControl Siegel. Wer bei diesen Einrichtern shoppt, kann vertrauen und rein nach Geschmack entscheiden – oder nachfragen und alle Informationen erhalten, die er für die Entscheidung für eine schöne, gesunde und ökologisch verantwortliche Wohnumgebung benötigt.

Die ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser ist ein Zusammenschluss von über 40 ökologisch engagierten Möbelhändlern, der seit 1994 als Verband europäischer ökologischer Einrichtungshäuser e.V. agiert. Das hauseigene ÖkoControl Testsiegel ist kein staatliches Gütezeichen, sondern eine Selbstverpflichtung des Verbandes auf höchstem Niveau.

Getestet werden nur Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Untersuchungen erfolgen bei akkreditierten Prüfinstituten. Die Mitglieder von ÖkoControl-Verband der ökologischen Einrichtungshäuser leisten fachkundige Beratung. Das aktuelle Wohnbuch können Interessierte online durchblättern, auf der Seite des Verbandes www.oekocontrol.com/oekocontrol/oekocontrol-wohnbuch/ oder bei den teilnehmenden Händlern.

Foto / Quelle: ÖkoControl Gesellschaft für Qualitätsstandards ökologischer Einrichtungshäuser mbH

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