Die Wissenschaft des Schenkens – Warum wir schenken und was ein gutes Geschenk ausmacht

Schenken macht Freude und wir haben jährlich zahlreiche Anlässe dazu: Weihnachten, Geburtstag, Hochzeiten oder Jubiläen. Geschenke sind ein wichtiger Teil unserer Kultur, der rein wirtschaftlich betrachtet überhaupt keinen Sinn ergibt. Schließlich gibt es keine Gegenleistung. Oder etwa doch?

Schenken ist kommunikativ und hält gesund

Der Brauch des Schenkens lässt sich in fast allen Kulturen der Erde wiederfinden. Das lässt vermuten, dass Geschenke doch mehr sein müssen als eine nette Geste. Tatsächlich bestätigen zahlreiche Wissenschaftler, dass Präsente dabei helfen, zwischenmenschliche Beziehungen zu knüpfen, zu pflegen und zu vertiefen.

Geschenke sind also ein Zeichen der Zuneigung, wir zeigen unserem Gegenüber damit, dass wir ihn gern haben. Auch lustige Geschenke helfen dabei, miteinander zu kommunizieren – sie zeugen von gemeinsamem Humor und Freundschaft. Wer nichts schenkt, verweigert demnach die Kommunikation.

Doch nicht nur für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen ist Schenken wichtig: Hirnforscher konnten belegen, dass beim Schenken Dopamin und Endorphin ausgeschüttet wird. Diese Hormone lassen uns fitter werden und Stress leichter bewältigen. Kurz gesagt: Schenken macht uns glücklicher.

Wir empfinden also Freude, egal ob wir beschenken oder beschenkt werden. Umgekehrt können aber unpassende Geschenke von Partnern dazu führen, dass wir enttäuscht sind und uns distanzieren.

Schenken macht froh und glücklichWoman opening a present from her boyfriend
Schenken macht froh und glücklich

Der Zwang des Schenkens

Kurz gesagt: Wir schenken, weil wir müssen. Freunde, Familie und Bekannte – zu bestimmten Anlässen wird einfach ein entsprechendes Geschenk erwartet. Wer sich weigert, ein passendes Präsent mitzubringen, der gefährdet die Beziehung und macht sich keine Freunde.

Dies gehört zu einem feinen Gleichgewicht des Schenkens: wer etwas annimmt, sollte an späteren Zeitpunkten auch etwas zurückgeben. Einige Psychologen gehen sogar davon aus, dass gegenseitige Geschenke wichtig für eine friedliche Gesellschaft sind. Zumindest im täglichen Zusammenleben ist erkennbar, wie wichtig Schenken für ein friedliches Miteinander sein kann.

Sales person offering a wrapped chocolate box. Selective focus.
Und zwar beide: Der Schenker wie der Beschenkte

Gute Geschenke: Der gute Wille zählt?

So wichtig Schenken ist, vielen von uns fällt es schwer, Jahr für Jahr passende Geschenke für Freunde, Familie und Bekannte zu finden. Ein gutes Geschenk lässt sich schließlich kaum pauschalisieren. Die Wissenschaft konnte jetzt allerdings bestätigen, dass teure Geschenke nicht automatisch mehr Freude bereiten als günstige.

Stattdessen sei es den Beschenkten wesentlich wichtiger, dass auf ihre Wünsche eingegangen werde. Mit Artikeln von einer Wunschliste zeigen Schenkende Achtsamkeit bei der Auswahl. Das wird als Ausdruck besonderer Mühe empfunden und macht vielen daher eine besonders große Freude. Wenn etwas nicht gefällt, freut man sich auch nicht über den guten Willen, bestätigte ein Forscherteam der Universität in Chicago.

Wer also einem wichtigen Menschen eine große Freude machen möchte, sollte genau auf den Geschmack und die Vorlieben des Beschenkten eingehen. Das macht, so die Wissenschaft, ein gelungenes Geschenk aus.

Foto: Bild 1: © istock.com/andresr, Bild 2: © istock.com/twohumans

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