Umweltschutz: Richtig entrümpeln und entsorgen

Wer ungenutzte Gegenstände falsch entsorgt, kann der Umwelt schaden, warnt der Rat für Nachhaltige Entwicklung. In jedem deutschen Haushalt befinden sich durchschnittlich 217 Geräte, die nicht benutzt werden. Wie Verbraucher umweltfreundlich und fair ausmisten, erklärt der Rat auf seinem Verbraucherportal „Der Nachhaltige Warenkorb“.

Tipp 1: Ausgediente Geräte umweltgerecht entsorgen
Elektrogeräte wie Computer, Fernseher oder Handys gehören nicht in den Hausmüll, denn sie enthalten giftige Stoffe wie zum Beispiel Blei, Quecksilber und Weichmacher. Allerdings sollten sie auch nicht in Schubladen oder auf dem Dachboden eingelagert werden. Die kommunalen Wertstoffsammelstellen nehmen alte Geräte kostenlos entgegen und sammeln sie nach Sorten getrennt. So lassen sich Wertstoffe und Kunststoffe recyceln und Schadstoffe umweltgerecht entsorgen.

Tipp 2: Reparieren statt wegwerfen
Egal ob Smartphone, Computer oder Fernseher: Die Co2-Bilanz von Elektronikgeräten verbessert sich, je länger das Gerät in Benutzung ist. Auch kaputte Geräte sollten daher nicht vorschnell auf dem Müll landen. Als Alternative zum klassischen Reparaturdienst gibt es in immer mehr Städten Repair Cafés. Dort leiten fachkundige Experten die Besucher bei der Reparatur ihrer mitgebrachten Geräte an. Ausrangierte Computer nehmen Vereine entgegen, die das Gerät reparieren und es dann weitergeben.

Tipp 3: Ausrangierte Kleidung weitergeben, aber fair
Mehr als 750 000 Tonnen gebrauchter Kleidungsstücke werden jährlich in Deutschland gesammelt. Doch nicht bei jeder Kleiderspende ist für Verbraucher ersichtlich, wo die Kleidung anschließend landet. Trägt ein Sammelzettel oder ein Kleidercontainer das Siegel „FairWertung“, werden Fairness-Standards beim Sammeln und Verwerten erfüllt.

Die Kriterien wurden vom Dachverband FairWertung entwickelt. Alternativ können gut tragbare aussortierte Kleider auch in Secondhand-Geschäften, in den Kleiderkammern von Kirchen, Caritas und kommunalen Einrichtungen neue Besitzer finden. Bei Spenden an Flüchtlingsunterkünfte informiert ein Blick ins Internet über den aktuellen Bedarf.

Hilfreiche Tipps zu Nachhaltigkeit in Sachen Einkauf und Entsorgung
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Tipp 4: CDs, DVDs und Handys zu Sammelstellen bringen
CDs und DVDs bestehen größtenteils aus Polycarbonat, das gut recycelt werden kann. Das gilt allerdings nur, wenn Verbraucher die Datenträger bei Sammelstellen (z. B. von Blueboxx) abgeben, statt sie in den Gelben Sack zu werfen. Für alte Handys gibt es spezielle Handysammelstellen, eingerichtet von Umweltorganisationen wie dem Naturschutzbund und der Deutschen Umwelthilfe in Kooperation mit Mobilfunkanbietern.

Tipp 5: Neue Anschaffungen bewusst tätigen
Neuanschaffungen sollten Verbraucher mit Blick auf die langfristigen Kosten tätigen. So können sich beispielsweise die höheren Anschaffungskosten für energiesparende Geräte auf lange Sicht auszahlen. Wenn Produkte umweltverträglich und unter hohen sozialen Standards produziert werden, sind sie in der Regel teurer. Doch die Investition lohnt sich, da nachhaltige Produkte einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft haben.

Der Nachhaltige Warenkorb
Nachhaltig konsumieren ist heute schon möglich: Wie es geht, zeigt der Nachhaltige Warenkorb des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Der Einkaufsführer weist auf nachhaltige Konsumalternativen hin und gibt mit Faustregeln Orientierung für konkrete Konsumentscheidungen aus 16 Themenbereichen, darunter Lebensmittel, Reisen und Mobilität, Wohnen und Bauen, Haushalt und Elektronik, Mode und Kosmetik.

Zudem bietet er Bewertungen von Siegeln und Produktkennzeichnungen. Der Nachhaltige Warenkorb wird jährlich unter wissenschaftlicher Begleitung aktualisiert. Er ist als Broschüre erhältlich und im Internet sowie als kostenlose App für Android, iOS und Windows Phone.

Foto / Quelle: Projektbüro „Nachhaltiger Warenkorb“

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