Bastelst Du noch oder radelst du schon?

Möbelriese Ikea versucht sich jetzt auch an Fahrrädern und hat das Modell „Sladda“ zum Selbstmontieren ins Programm aufgenommen. Doch was taugt das Schwedenrad im Alltag? Das will die Zeitschrift Bike Bild in der aktuellen Ausgabe 1/2017 wissen.

Nach einem halben Jahr Belastung und rund 1.000 gefahrenen Kilometern steht fest: vom Wegwerf-Image des Möbelgiganten keine Spur. „Bis auf ein paar Lackkratzer zeigt das Rad keinerlei Ermüdungserscheinungen“, so Bike Bild-Redakteur Jörg Maltzan.

„Sladda ist fast perfekt auf die Bedürfnisse von Alltagsradlern in der Stadt abgestimmt und sein Geld wert: Mit der Gratis-Kundenkarte von Ikea kostet es gerade mal 499 Euro. Im Fahrradhandel müssen Kunden für ähnlich ausgestattete Modelle rund das Doppelte zahlen.“

Kann Ikea auch Fahrräder?
Kann Ikea auch Fahrräder?

Glanzlicht des Unisex-Bikes ist der Riemenantrieb von Continental, der 15.000 Kilometer wartungsfrei funktionieren soll. Vorteile beim Fahren: Weniger Gewicht als eine Kette und keine Antriebsgeräusche. Das Rad ist außerdem mit der Zweigang-Nabe „Automatix“ von Sram ausgestattet.

Diese schaltet ab einer Geschwindigkeit von 17 Kilometern pro Stunde automatisch in einen höheren Gang. Für sportliche Fahrer ist das praktisch – für Alltagsradler weniger. Gerade beim Stadttempo von 15 bis 20 Kilometern pro Stunde kommt es zu vielen ungewollten Gangwechseln.

Punkten kann Sladda beim Zubehör: Frontkorb (34,99 Euro), Anhänger (169 Euro), Gepäckträger (24,99 Euro) und Fahrradtasche (29,99 Euro) gibt es optional dazu. Die Extras sind nicht nur perfekt auf das Ikea-Rad abgestimmt, sondern erweitern sein Einsatzspektrum enorm. Auf dem Trailer haben beispielsweise sechs Bierkisten Platz – mehr passen auch nicht in den Kleinwagen.

Eine Überraschung gab es beim Service. Als die Redaktion eine schleifende Bremse bemängelt, kündigt Ikea an, einen Servicetechniker vorbeizuschicken. Der taucht zwar nie auf, aber: Nach zwei weiteren Nachfragen liefert das Möbelhaus ein komplett neues Rad.

Jörg Maltzan: „Das ist perfekter Service, bei dem der Fahrradhandel nicht mithalten kann. Bemängeln kann man bei Sladda – abgesehen von der automatischen Gangschaltung – nur Kleinigkeiten wie die wacklige Batterieleuchte, den unstabilen Ständer und die quietschende Bremse.“

Foto / Quelle: Verlagsgruppe Auto, Computer & Sport/Bildrechte Bike Bild

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